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Metalldampflampen im Test

Metalldampflampen sind Leuchtmittel mit einem Glaskolben, der mit einer unter hohem Druck stehenden Metalldampf-Gasfüllung gefüllt ist. Mittels Strom kommt es im Inneren während der Ionisation zu einer elektrischen Entladung, die die Metallatome zum Leuchten anregt.

Das Funktionsprinzip gleicht dem von Fluoreszenzröhren, weshalb Metalldampflampen ebenfalls zu den Gasentladungslampen zählen. Dennoch unterscheiden sie sich teilweise gravierend: Metalldampflampen arbeiten mit einem wesentlich höheren Druck im Glaskolben, deshalb sind kleinere, deutlich kompaktere Bauformen möglich. Aufgrund der geringeren Abmessungen des Leuchtmittels können die Leuchten ebenfalls kleiner ausfallen. Kleinere Leuchten bedeuten allerdings auch, dass es zu einer gezielteren und intensiveren Lichtabstrahlung kommt.

Woran kann man Metalldampflampen erkennen?

Metalldampflampen erkennen Sie vor allem während der Einschaltphase, da diese ihre volle Leuchtkraft erst nach einigen Minuten entfalten.

Wofür eignen sich Metalldampflampen?

Metalldampflampen zeichnen sich durch eine sehr hohe Lichtstärke aus. Deshalb eignen sie sich für die Beleuchtung großer Flächen, innen wie außen. Sie wurden und werden teilweise heute noch als Hallen-, Straßen-, Parkplatz- oder Stadionbeleuchtung genutzt. Eine andere Variante der Metalldampflampe ist die Halogen-Metalldampflampe. Diese ist mit einer sehr hohen Lichtausbeute, trotz hoher Anschaffungskosten und einer relativ kurzen Lebensdauer, regelmäßig in Tageslichtfilmscheinwerfern zu finden.

In neuerer Zeit kommen Metalldampflampen aufgrund der inzwischen kompakteren Bauweise bevorzugt in Büros und Ladengeschäften zum Einsatz. Ihre Langlebigkeit und der Wirkungsgrad sprechen für sie. Abgesehen davon gleicht das Lichtspektrum dem des Tageslichts. Das ist ideal für Geschäftsauslagen, denn damit werden beispielsweise die Farben von Textilien absolut naturgetreu wiedergegeben. Aber auch Garten- und Tierliebhaber wissen um das breite Lichtspektrum von Metalldampflampen und verwenden sie bevorzugt in ihren Terrarien und Gärten. Dadurch kommt das Grün der Vegetation besonders gut zur Geltung.

Wie ist eine Metalldampflampe aufgebaut?

Der Kolben der meisten Metalldampf-Leuchtmittel ähnelt einer Röhre. Bei Niederdrucklampen ist er aus gebräuchlichem Glas, während bei Hoch- und Höchstdrucklampen das robustere Quarzglas verwendet wird. Darüber hinaus gibt es Aluminiumoxid-Keramik-Kolben. Diese kommen ausschließlich bei Hochdrucklampen zum Einsatz.

Im Inneren des Kolbens befinden sich eine Gasfüllung mit Metallatomen sowie zwei Elektroden, die durch einen gasdichten Quetschfuß nach außen geführt werden. Damit die Metalldampflampen nicht durch einen zu hohen Strom zerstört werden, wird dieser durch eine Drossel begrenzt.

Wie funktioniert eine Metalldampflampe?

Durch eine Zündspannung wird im Kolben mittels der beiden Elektroden ein elektrisches Feld erzeugt – zwischen ihnen findet eine Gasentladung statt.

Durch die Stoßionisation des Stromdurchflusses erhalten auch Außenelektronen des Metall-Atoms eine gewisse Mindestenergie. Dadurch wechseln sie für kurze Zeit von ihrem energetischen Grundzustand in einen angeregten Zustand. Bei der Rückkehr eines Elektrons in den ursprünglichen Grundzustand emittiert das Elektron ein Photon, das Licht abstrahlt.

Zur Aufrechterhaltung des Stromflusses bedarf es anschließend lediglich einer wesentlich geringeren Brennspannung. Deshalb gelten Metalldampflampen als äußerst effizient.

Was spricht für oder gegen eine Metalldampflampe?

Vorteile:

  • inzwischen gibt es sehr kompakte Metalldampflampen
  • große Auswahl an verschiedenen Bauformen und Fassungen
  • sie sind robust und langlebig
  • haben einen hohen Wirkungsgrad
  • ihr Lichtspektrum gleicht dem natürlichen Sonnenlicht

Nachteile:

  • Metalldampflampen können nicht direkt an das Stromnetz angeschlossen werden. Für den Betrieb bedarf es eines Vorschaltgerätes.

Verschiedene Arten von Metalldampflampen

Relativ häufig ist von Halogen-Metalldampflampen zu lesen. Neben den Metallatomen enthalten Sie zusätzlich Halogene, die für eine besonders hohe Farbtreue sorgen. Sie sind aber nur eine von mehreren Arten von Metalldampflampen. Andere Varianten enthalten zusätzlich Edelgase oder Quecksilber. Sie spielen für den Hausgebrauch jedoch nur eine untergeordnete Rolle.